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vCenter Operations Management Suite III

Gruppierung von Objekten

Der 3. Teil der Serie über die vCenter Operations Management Suite befasst sich mit dem vCenter Operations Manager und dem Thema „Gruppierung von Objekten“.

Diese Funktion ermöglicht eine granulare Anpassung des vCenter Operations Manager an eine Umgebung sowie das Erstellen von individuellen Containern zur Gruppierung von Objekten vorzunehmen.

Wie wir in den vorherigen Abschnitten gesehen haben, liefert uns vCOPS wertvolle Informationen über den Zustand unserer Umgebung. Wie schön wäre es wenn es möglich wäre individuelle Teilmengen zu bilden um bestimmte Objekte zu gruppieren.

Ein gutes Beispiel hierfür ist es die Server, welche eine Anwendung hosten zu gruppieren und somit schnell einen Überblick über diese Anwendung zu erhalten. Mit vCOPS ist das wie folgt realisierbar.

Oberhalb des Dropdown Bereich gibt es drei Symbole. Eins für Cluster und Hosts, eins für Gruppen und eins für Datastores.

Host&Clusters, Gruppen und Datastores

Host&Clusters, Gruppen und Datastores

Default Gruppen

Default Gruppen

Vielfach wird allein die Registerkarte Hosts und Cluster genutzt. Schaltet man jedoch auf die Registerkarte Gruppen um, so bietet sich hier genau hier die Möglichkeit. Links im Bild sehen wir die von vCOPS per Deault angelegten Gruppen welche bei der Installation mitgebracht werden. Hinzu kommen die im vCenter vorhandenen Gruppen-Objekte d.h. Folder. Folder sind also im Sinne von vCOPS Gruppen weswegen sie hier auftauchen. Um nun eine neue Gruppe zu erstellen ist ein zweistufiger Prozess erforderlich. Einige werden sagen “das stimmt garnicht” oder “das geht auch einfacher” doch warum ich das so mache werden Sie in einem der nächsten Artikel noch sehen. Fangen wir also mit dem ersten Schritt an und erstellen einen Gruppentyp über die Konfiguration die sich oben im Menü befindet.

In der Konfiguration wechsele auf Gruppentyp verwalten und erstelle einen neuen Gruppentypen.

Gruppentypen verwalten

Gruppentypen verwalten

Gruppentyp anlegen

Gruppentyp anlegen

Danach beende diesen Teil mit FERTIG.

Im zweiten Teil wird die eigentliche für uns Sichtbare Gruppe in vCOPS erstellt. Klicke hierzu auf das Gruppensymbol unten links.

Anlegen einer Gruppe

Anlegen einer Gruppe

Es öffnet sich der folgende Wizard.
Neue Gruppe anlegen

Neue Gruppe anlegen

Der Name sowie die Beschreibung ist individuell zu gestalte jedoch ist beim Feld-TYP darauf zu achten das der im ersten Schritt erstellte Gruppentyp ausgewählt wird. Im weiteren Teil werden Suchkriterien definiert da als Mitgliedschaftstyp Dynamisch ausgewählt wurde.

Definieren der Mitgliedschaft

Definieren der Mitgliedschaft

Gruppenvorschau

Gruppenvorschau

Die hier gewählten Suchkriterien enthalten alle VM die im Namen den Begriff view enthalten und diese VMs müssen eingeschaltet sein. Bei Klick auf den VORSCHAU Button erhält man die den Suchkriterien entsprechenden VMs.

Im unteren Bereich können noch explizit includes und excludes definiert werden auf die hier verzichtet wird. Final wird die Gruppendefinition in einem Fenster zusammengefasst.

Einstellungen der Gruppe

Einstellungen der Gruppe

Somit wurde eine individuelle Gruppe erzeugt, die dynamisch alle VMs enthält die im Namen view enthalten. Als weiteres Kriterium der Gruppenmitgliedschaft habe ich definiert das die VM den Betriebszustand eingeschaltethaben muss nur dann taucht sie in dieser Gruppe auf.

Dashboard Ansicht der Gruppe

Dashboard Ansicht der Gruppe

Unsere Gruppe enthält aktuell 3 VMs und ihr ist die Richtlinie Default Policy zugeteilt.

Warum und wieso ich die Gruppe auf die gezeigte Art und Weise erstellt habe erfahren Sie in der nächsten Woche in der Reihe vCenter Operations Management Suite wenn wir uns mit dem Thema Richtlinien beschäftigen.

Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter diesem Artikel.

vCenter Operations Management Suite II

Das gewisse Extra oder die Dashboards des vCenter Operations Managers

Zielsetzung des zweiten Teil der Reihe zur vCenter Operations Management Suite ist es zu verdeutlichen, wie wir unsere Virtualisierungs-Umgebung besser verstehen lernen. Das dabei kennengelernte Konzept ermöglicht es uns Ansätze zu finden, wie wir in ein Trouble Shooting einsteigen können.

Wir werden uns also erst mal auf das Produkt vCenter Operations Manager, nachfolgend vCOPS genannt, fokussieren und lernen wie eine Fülle von Informationen und Daten in einem einzigen Dashboard vereint einen Single View of Operations bereitstellt. Hierdurch haben wir alle wichtigen Informationen wie Performance, Kapazität und Konfiguration auf einen Blick.

Öffnen wir vCOPS, so erhalten wir das nachfolgende Bild, den sog. Single View of Operations.
vCenter Operations Manager Dashboard

vCenter Operations Manager Dashboard

Dashboards

Nachfolgend werden wir uns die Konzepte, die hinter den Dashboards stehen ansehen und besprechen die Zahlen und Grafiken die angeboten werden. Ergänzend sei noch erwähnt, dass diese Dashboard Ansicht, die hier beschrieben wird erst ab der Standard Edition von vCOPS verfügbar ist. Grundlegend ist das Dashboard von vCOPS in drei Spalten untergliedert, die mit Systemzustand, Risiko und Effizienz betitelt sind. Gehen wir diese der Reihe nach einmal durch.

Dashboard Systemzustand

Dashboard Systemzustand

Die linke Spalte, als SYSTEMZUSTAND bezeichnet (engl. HEALTH), informiert uns über aktuelle unmittelbare Probleme der virtuellen Infrastruktur. Hier finden wir alle Komponenten, die unserer unmittelbaren Aufmerksamkeit bedürfen weil Sie bereits zu einem Problem geworden sind oder dies gerade beginnen zu werden.

Dashboard Risiko

Dashboard Risiko

Die mittlere Spalte , als RISIKO bezeichnet (engl. RISK), informiert uns über bevorstehende in der Zukunft liegende Ereignisse. In diesem Bereich haben wir keinen akuten Handlungsbedarf und müssen direkt etwas unternehmen vielmehr wird auf Ereignisse hingewiesen die in der nahen Zukunft zu einem Problem führen.

Dashboard Effizienz

Dashboard Effizienz

Die rechte Spalte, als EFFIZENZ bezeichnet (engl. EFFICIENCY), informiert uns nicht über Probleme vielmehr zeigt sie uns Möglichkeiten auf wie Ressourcen wieder zurück gewonnen werden können.

Diese drei Spalten sind unsere Hauptkategorien, in der Fachsprache auch Super Metriken genannt, die uns in die Lage versetzen zu verstehen wie es unserer virtuellen Umgebung tickt. Links auftretende Ereignisse sind kritisch und bedürfen einer sofortigen Handlung. Mittig auftretende Ereignisse sind in naher Zukunft ein Problem bedürfen somit keiner sofortigen Handlung. Rechts auftretende Ereignisse ist das sog. Optimierungspotential das uns langfristig interessiert.

Warnungsvolumen

Unter dem Systemzustand sehen wir die Kachel WARNUNGSVOLUMEN. Wir sehen das vCOPS Alarme in unterschiedliche Schweregrade einteilt wenn es ein Problem feststellt. Bei unserem System sehen wir das viele rote Alarme vorhanden sind die kritisch sind und somit unsere sofortige Aufmerksamkeit verlangen.

Alarme

Alarme

Die Alarme sind auch rechts an der Seite nochmal dargestellt und somit immer in für uns sichtbar. Unten rechts finden wir eine Übersicht die mit UMGEBUNG bezeichnet ist, die alle von vCOPS überwachten Systeme summiert aufzählt.

Das tolle an dieser Dashboard Ansicht ist, das sie für jedes Objekt der Umgebung funktioniert. Unser Ausgangspunkt war WORLD d.h. die gesamte Umgebung. Wir können uns aber auch weiter nach unten durchklicken und so diese Ansicht für jedes Objekt erhalten. Klicken wir also auf ein Objekt weiter unten, so wird die Dashboard Ansicht nach einem Reload für dieses Objekt angezeigt.

vCenter Operations Manager Dashboard

vCenter Operations Manager Dashboard

Schauen wir uns den SYSTEMZUSTAND mal genauer an. Er bildet quasi unsere Wetterkarte für das von uns ausgewählte Objekt und alle dazu gehörigen Child-Objekte.

Dashboard Systemzustand

Dashboard Systemzustand

Fahren wir mit der Maus über diese Wetterkarte, so erhalten wir weitere Detailinformationen zu dem jeweiligen Objekt. In diesem Beispiel die LUN mit dem Namen ESX_LAB_LUN1, die einen Systemzustand von 71 und eine Arbeitslast von 52 hat sowie 16 Anomalien aufweist.

Dashboard Systemzustand

Dashboard Systemzustand

Außerdem wird der Systemzustand der Objekte rückwirkend für die letzten 6 Stunden anzeigt. Klicken wir z.B. auf die grau hinterlegte -1 unter der Wetterkarte, so wird der Systemzustand von vor einer Stunde angezeigt (Bild links).

Wir könnten auch einfach auf eines der Objekte klicken um weitere detailliertere Informationen zu erhalten.

Systemzustand

Systemzustand

Systemzustand

Haben wir ein Problem im Bereich SYSTEMZUSTAND festgestellt, so klicken wir auf den Pfeil neben „Warum ist der Systemzustand XX?“ und erhalten folgende weiteren Detail-Informationen zu unserem ausgewählten System und können mit dem Trouble Shooting beginnen.

Unsere Supermetrik SYSTEMZUSTAND ist gelb, sie wird aus den folgenden Metriken bestimmt. Die erste dieser drei den Systemzustand bestimmenden Kategorien ist die ARBEITSLAST (engl. WORKLOAD). Arbeitslast ist ein Teil im Bereich Performance und ermittelt wie stark ist das Objekt belastet oder am Arbeiten ist. In unserem Beispiel ist die CPU also auch die Platten-E/A und der Netzwerk E/A verhältnismäßig gering im Vergleich zur Belastung des Arbeitsspeichers.

Die nächste Kategorie sind die ANOMALIEN (engl. ANOMALIES) d.h. wie normal bzw. unnormal verhält sich das ausgewählte Objekt. Wir sehen auch den ermittelten Problemschwellenwert von 100, der das sog. Grundrauschen des Rechenzentrums für dieses Objekt berücksichtigt.

Zu guter Letzt haben wir noch die Kategorie FEHLER (engl. FAULTS) die Informationen über Verfügbarkeits- und Konfigurationsprobleme liefert.

Zusammenfassend lässt sich festhalten. Anomalien und Arbeitslast sind mehr in den Bereich der Performance einzuordnen. Fehler hingegen sind Probleme die auf verlorene Redundanzen von Komponenten (Netzwerkkarte, SAN etc.) hinweisen oder einfach ein Konfigurationsproblem vorliegt das wir umgehend beheben sollten.

Risiko

Risiko

Risiko

Schauen wir uns den Bereich RISIKO an und klappen die Unterkategorien auf so sehen wir hier 3 Stück, Verbleibende Zeit, Verbleibende Kapazität und Stress (in der Enterprise Edition finden wir hier noch Compliance).

VERBLEIBENDE ZEIT (engl. Time Remaining) gibt an wie viel Zeit verbleibt bis alle Ressourcen verbraucht sind.

In diesem Beispiel steht bereits kein Speicherplatz und Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung. Hingegen sind noch für 132 Tage (von heute an gerechnet) CPU-Ressourcen verfügbar und die Kapazität im Bereich Netzwerk respektive die Platten-E/A ist noch für mehr als 1 Jahr ausreichend. Dies führt jedoch zum Ergebnis das noch 0 Tage Ressourcen zur Verfügung stehen und somit zum Status Rot für die verbleibende Zeit.

VERBLEIBENDE KAPAZITÄT (engl. Remaining Capacity) zeigt uns wie viele VMs bereitgestellt sind und wie viel davon eingeschaltet.

Wir bereits 12 VMs mehr bereitgestellt als wir Ressourcen zur Verfügung haben. Der dunkelblaue Balken zeigt dass die Ressourcen der virtuellen Infrastruktur zu 100% vergeben sind.

BELASTUNG (engl. Stress) ist ähnlich wie die im Bereich des Systemzustandes vorhandene Arbeitslast. Der Unterschied ist jedoch in der zeitlichen Perspektive zu finden d.h. Belastung ist die Arbeitslast über einen längeren Zeitraum. Arbeitslast ist eine aktuelle Aufnahme (jetzt und nicht vor einer Woche) über den Zustand des Objekts. Hierüber können wir auch sog. Hotspots erkennen die in den letzten Wochen auftreten und wir sehen auch wann diese auftreten.

In diesem Beispiel sehen wir einen Hotspot für den kommenden Freitag gegen 12 Uhr und einen regelmäßig Nachts zwischen 21 und 22 Uhr auftretenden Hotspot. Hierüber haben wir einen weiteren Ansatz in ein Trouble Shooting einzusteigen.

Effizienz

Effizienz

Effizienz

Zu guter Letzt den Bereich EFFIZENZ, der sich durch die Unterkategorien Zurückgewinnbare Verschwendung und der Dichte ermittelt. Wir erinnern uns dass die Effizienz eine Größe ist, die zurückgewinnbare Ressourcen aufzeigt und uns somit Geld einsparen hilft. In unserem Beispiel sehen wir das 97% der Ressourcen verschwendet werden. Welche das konkret sind erfahren wir in den folgenden Metriken.

Die Unterkategorie ZURÜCKGEWINNBARE VERSCHWENDUNG (engl. Reclaimable Waiste) zeigt dass 16% der VMs im Leerlauf sind, 31% ausgeschaltet und 53% sind überdimensioniert. All dies bietet uns die Möglichkeit Ressourcen zurückzugewinnen und diese anders nutzbar zu machen.

Das Potential beläuft sich in unserem Beispiel auf 29 vCPUs, 1.2 TB Festplattenplatz und fast 74 GB Arbeitsspeicher. Rechnen wir das in Physik um, so ist das ein Server mit 2 CPUs, 74 GB RAM und eine kleine Storage Box mit 1.2 TB also rund 50.000 Euro.

Die Unterkategorie DICHTE (engl. Density) ist ein Wert für die Konsolidierungsrate unseres Systems und gibt eine Empfehlung in Bezug auf das mögliche Optimum.

Sind wir unter dem Optimalen Wert wie im Beispiel des VM pro Host Verhältnis so können wir mehr VMs pro Host provisionieren und somit physikalische Server einsparen. Dasselbe Bild zeigt sich für das Verhältnis von vCPU zu pCPU dessen Wert auch deutlich unter dem Optimal Wert liegt. Für den Arbeitsspeicher gilt entsprechendes.

Zusammenfassung

Unsere drei Super-Metriken SYSTEMZUSTAND, RISIKO und EFFIZIENZ bieten uns alle Informationen, die es uns ermöglichen auf einen Blick zu erkennen, wie es unserer Umgebung geht.
Die Dashboards Systemzustand, Risiko und Effizienz

Die Dashboards Systemzustand, Risiko und Effizienz

Der SYSTEMZUSTAND zeigt uns ob aktuelle Probleme vorhanden sind und ermöglicht über die Unterkategorien eine weitere Detaillierung und den Einstieg in ein sofortiges Trouble Shooting. RISIKO zeigt uns potentielle Probleme der nächsten Zukunft und EFFIZENZ informiert über das vorhandene Optimierungspotential. Das Dashboard ist flexibel und zeigt auch individuell die oben besprochenen Werte für jedes Objekt das für vCOPS erreichbar ist. Hier z. B: für eine einzelne VM.
Die Dashboards Systemzustand, Risiko und Effizienz

Die Dashboards Systemzustand, Risiko und Effizienz

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass vCOPS Performance, Kapazität und Konfigurationsmanagement in einer Oberfläche vereint. Hierdurch gelangen wir zu einem besseren Verständnis für unsere Umgebung. Bereitgestellte Informationen werden in 3 Dringlichkeitsstufen aufgeteilt. Der Systemzustand zeigt aktuell vorhandene Probleme, Risiko zeigt in der Zukunft auftretende Probleme und Effizienz zeigt und das mögliche Optimierungs-Potential unserer Umgebung. Wie es in der Reihe vCenter Operations Management Suite weiter geht erfahren Sie im nächsten Artikel dieser Reihe. Nächste Woche werde ich mich mit dem Thema Gruppierung von Objekten beschäftigen und zeigen wie sie in der Praxis gewinnbringend eingesetzt warden können. Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter dem Artikel.

vCenter Operations Manager 5.7.1

vCenter Operations Manager 5.7.1 gelauncht

6 Wochen nach dem Realse der Version 5.7 schiebt VMware das Update 5.7.1 nach. Sofort stellt sich die Frage ob es sich hierbei um ein Bugfix handelt oder wie in den Realase Notes angekündigt auch neue Features/Funktionen freigeschaltet werden. Die in den Release Notes genannten Featureliste sind die folgenden:
  • Performance Report Pack
  • Launch in Context
  • vCenter Log Insight Integration
  • Neue Dashboards in der Custom-UI
  • Balanced Metric Profile
  • Security Hardening
Schauen wir die Punkte mal der Reihe nach an.

Performance Report Pack

Die Berichte, welche ab der Version 5.7.1 im vCenter Operations Manager integriert sind (ab der Standard Edition), enthalten neue Statusberichte sowie Erweiterungen um die in der Trendanalyse bereits enthaltenen Informationen. Interessant ist die Erweiterung der Gruppierung von Objekten (Gruppierung von Objekten wurde mit vCenter Operations Manager 5.6 eingeführt) was sich jetzt auch für die Berichte nutzen lässt. Wie die Gruppierung von Objekten genutzt werden kann lesen Sie in einem der nächsten Artikel.

Launch in Context

“Nice..” dachte ich, als das lass und “..endlich hat mal jemand zugehört” 🙂 Das öfnnen der vCOPS WebUI über einen Button und damit Zugriff auf ein definiertes Objekt in einem Browser. Das wird viele Kunden freuen und mehr Integrationsoptionen in bestehende Plattformen ermöglichen. Fraglich ist noch wie die Berechtigungssteuerung hier umgesetzt wurde.

vCenter Log Insight Integration

Integration oder Interaktion mit vCenter Log Insight das im 3. Quartal offizell verfügbar sein wird. Eine neue Datenquelle für vCenter Operations Manager das von vCenter Log Insight Integration per Mail Infos bekommt die einen Link enthalten die uns von vCenter Operations Manager auf den vCenter Log Insihgt zurück führt.

Neue Dashbaords in der CustomUI

Eine ganze Reihe von Dashboards werden in der CustomUI (Advanced und Enterprise Edition) mitgeliefert.
  • Troubleshooting Dashboard
  • VM Utilization Dashboard
  • VM Performance Dashboard
  • Host Utilization Dashboard
  • Cluster Utilization Dashboard
  • Datastore Performance Dashboard
  • Datastore Space Dashboard
  • Heatmaps Dashboard
  • Alerts Dashboard
  • Host Memory Dashboard
Kommen mir die ein oder anderen Dashboardbezeichnungen auch bekannt vor, so werde ich sie in den nächsten Wochen im Detail vorstellen.

Balanced Metric Profile

Das Balanced Metric Profile, das mit der Version 5.7 schon eigeführt wurde um die FLut an Daten und den damit benötigten Terrabytes großen Plattenplatz der Analytics_VM einhalt zu gebieten, wird hier erneut als Feature benannt. Vielfach entstand mit der Einführung des Balanced Profile der Eindruck, das einfach ein Großteil der Daten des vCenter Servers garnicht mehr gesammelt respektive vom vCenter Server abgerufen wurden. Also ein Fix und kein Feature!?

Security Hardening

Wesentlicher Bestandteil und Anpassung ist für viele die Unterstützung des JRE 1.7.

Fazit

Für mich ist das Minor Update auf die Version 5.7.1 mit einem lachenden und weinem weinenden Auge zu betrachten. Der Teil “Know Issues” und “Installation and Upgrade” ließt sich wie die Beilage zu einem Medikament also Augen zu und durch. Die Release Notes können Sie im Detail hier lesen. Nächste Woche werde ich mich mit den vCenter Operations Manager Dashboards beschäftigen und Ihnen die Konzepte dahinter verständlich machen. Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter dem Artikel.

vCenter Operations Management Suite I

vCenter Operations Management Suite

“vCenter Operations Management Suite, ja schonmal gehört. Das ist doch diese Sammlung von Produkten, die kein Mensch braucht”. Solche oder ähnliche Sätze höre ich bei Kunden immer wieder wenn Sie auf die vCenter Operations Management Suite angesprochen werden. In dieser Artikelreihe möchte ich dieser These nachgehen und darstellen welchen Mehrwert und Nutzen sich für den Kunden darstellen lässt. Aus meiner langjährigen Erfahrung als VMware-Administrator in einem großen Unternehmen und heute als Senior Consultant im Bereich Virtualisierung muss ich immer wieder feststellen, das gerade den Anforderungen die Virtuelle Infrastrukturen im Bereich des Betriebsmanagements erfordern nicht Rechnung getragen wird. Herkömmliche Tools und Prozesse für physikalische Umgebungen überschwemmen den Administrator mit Überwachungsdaten, Warnmeldungen und offenen Fragen da die klassischen Ansätze nicht für hochgradig skalierbare und dynamische Infrastrukturen konzipiert sind. An dieser Stelle kommt die vCenter Operations Management Suite zum Einsatz, welche diese Anforderungen für Sie abbilden kann. VMware vCenter Operations Management Suite unterstützt Sie bei der Optimierung der Servicequalität, der betrieblichen Effizienz sowie der kontinuierlichen Sicherstellung der Compliance Vorgaben Ihres Unternehmens.

Die vCenter Operations Management Suite Editionen

Für alle die noch nicht Wissen von welchen Produkten ich spreche nachfolgend ein kleiner Überblick. Die vCenter Operations Management Suite besteht aus den folgenden 5 Produkten. Abhängig von der erworbenen Edition sind diese 5 Produkte entsprechend gebündelt. Basis der Suite bildet immer der vCenter Operations Manager, der in verschiedenen Ausprägungen (Funktionsumfang) in jeder der Editionen enthalten ist. Auf weitere Unterschiede und den Editionsabhängigen Funktionsumfang werde ich an entsprechender Stelle eingehen.
Editionen Foundation Standard Advanced Enterprise
Operations Manager X X X X
Configuration Manager X X
vFabric Hyperic X X
Infrastructure Navigator X X
Chargeback Manager X X
Um den Mehrwert und den Nutzen der Produkte aufzuzeigen sind nachfolgend einige typische Anwendungsfälle (Use Cases) von Kunden aufgeführt die den Nutzen unterstreichen.

vCenter Operations Manager

Viele Kunden nutzen zur Überwachung ihrer virtuellen Infrastruktur Werkzeuge, die noch aus der Ära der physikalischen Server stammen. Diese Tools decken jedoch die Herausforderungen vor denen ein Betriebsteam heute steht nicht ab. Ziel muss es sein, ein vollumfängliches Bild der komplexen virtuellen Umgebung zu erhalten. Nur so ist es möglich schnell und effektiv ein Troubleshooting durchführen. Typische Anforderungen und Anwendungsfälle die ich bei Kunden immer wieder vorfinde sind die folgenden

Im Bereich Monitoring

Ein zentrales Interface für die gesamte Umgebung Unser Betriebs-Team steht vor der Herausforderung eine immer weiter wachsende virtuelle Infrastruktur zu betreuen. Je größer und komplexer die Umgebung wird, desto schwieriger ist es den Überblick zu behalten und auf Ereignisse zu reagieren. Um den Betrieb zu gewährleisten benötigen wir ein Tool, welches uns eine ganzheitliche Sicht auf die Umgebung ermöglicht. Über einen zentralen Einstiegspunkt, soll es möglich sein sich von der obersten Ebene auf die Problemverursachende Komponenten durchzuklicken (wie bei einem Ampelsystem). Vorhandene Abhängigkeiten innerhalb der virtuellen Infrastruktur werden hierbei dargestellt. Selbstlernende Performance Analysefunktionen Die sog. „End User Experience“ einer virtuellen Maschine kann nicht durch Betrachtung einzelner Metriken bewertet werden. Ein selbst lernendes, die Zusammenhänge und Abhängigkeiten berücksichtigende Tool wird benötigt, das sich unserer Umgebung automatisiert anpasst. Hierbei findet neben dem Grundrauschen auch Periodenabhängige Leistungsschwankungen Berücksichtigung. Dynamisch sich anpassende Schwellenwerte Beim klassischen Ansatz einer Überwachung ist die Abweichung einer Metrik vom Schwellenwert als Alarm definiert. Eine virtuelle Umgebung verhält sich jedoch mehr wie ein Organismus. Wird auf eine solche Umgebung der klassische Monitoring Gedanke angewandt, so führt dies zu suboptimalen Ergebnissen. Ein modernes zeitgemäßes Monitoring muss sich interaktiv dem Verhalten des Organismus „Virtuelle Infrastruktur“ anpassen. Korrelation tausender Metriken und Events Eine Komplexe virtuelle Infrastruktur ist nicht mittels einer Unmenge von statischen Metriken zu bewerten. Eine neue Werteskala ist notwendig, um den Gesundheitszustand des Systems virtuelle Infrastruktur beurteilen zu können. Erstellen von Custom Dashboards Virtuelle Infrastrukturen liefern Metriken welche durch geeignete Korrelation den Gesundheitszustand der virtuellen Infrastruktur repräsentieren. Um die Zeit, die eine Fehleranalyse in Anspruch nimmt zu reduzieren, werden individuelle Ansichten (Dashboards) benötigt welche direkt zur kritischen Komponente führen. Typischerweise sind folgende Ansichten (Dashboards) individuell zu erstellen:
  • Cluster Übersicht
  • Host Übersicht
  • VM Übersicht
    • CPU Ready Werte
    • VMs pro Datastore
    • TOP 10 Verbraucher (CPU, RAM; Storage, Netzwerk)
    • vCPU:pCore
  • Storage Übersicht
  • Anwendungs-Übersicht
    • MS Exchange
    • MS Active Directory
    • MS SQL
    • Oracle
    • usw.
Kunden rufen immer wieder an und fordern Unterstützung an weil ihre virtuelle Umgebung zu „Langsam“ ist, die Verfügbarkeit nicht gegeben oder nicht ausreichend Performance zur Verfügung steht. Um Proaktiv dem Kunden mehr Einblick und eine Übersicht über die von ihm betriebene virtuelle Infrastruktur zu ermöglichen können individuell abgestimmte Ansichten (Dashboards) unter Nutzung bestehender Rechtestrukturen erstellt werden.

Im Bereich Troubleshooting

Durchführen von Root Cause Analysen Mittels Root Cause Analyse Funktionen (Ursachenanalyse) die auf den Best Practice Empfehlungen von VMware basieren erleichtern das Auffinden von potenziellen Engpässen lange bevor diese vom Endbenutzer bemerkt werden. Vielfach ist das Betriebssystem durch Incidents Fremdgesteuert und gerät in „Finger Poiting“ Situationen. Proaktives Monitoring unterstützt durch sog. Smart Alerts können Systemfehler und Ausfälle verhindern und führen so zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

Im Bereich Kapazitätsmanagement

Änderung der VM-Dichte Das Produkt muss in der Lage sein eine „Was wäre wenn“-Analyse durchzuführen unter Berücksichtigung der vCPU:Core und vMEM:vCPU Ratio. Praktisch wollen wir in der Lage sein zu verifizieren was passiert wenn wir eine Änderung der Ratio von 4:1 auf 6:1 durchführen würden. Weiterhin soll der Beste Wert dieser Ratio ermittelt werden. Hinzufügen neuer Ressourcen Das Produkt muss in der Lage sein zu ermitteln welche Auswirkung es hat wenn wir weitere Ressourcen (z.B. ein weiteres Storage System, weitere Server) hinzufügen. Kapzitätsreport Das Produkt liefert uns ein Kapazitätsreport d.h. wann welche Ressource wo wie lange noch ausreichend ist und welche Ressource wo nachgerüstet/erweitert werden muss. Hierbei sind von uns vordefinierte Rahmenparameter zu berücksichtigen. Over-/Undersized VMs Das Produkt liefert uns eine Liste der Über-/Unterdimensionierte virtuellen Maschinen und liefert Anpassungs-Vorschläge.

Unterschied der Editionen

Wie bereits aus der Übersicht der vCenter Operations Manager Suite hervorgeht, ist vCenter Operations Manager in jeder Edition enthalten. Unterschied ist jedoch der Funktionsumfang auf den nachfolgend weiter eigegangen werden soll. VMware unterscheidet hier wie folgt.
Editionen Beschreibung Preis
Foundation Überwachung der Performance und Stabilität Kostenfrei
Standard Optimierung der Performance, Stabilität und Kapazitätsnutzung Kostenpflichtig
Advanced Umfassende Performance-, Kapazitäts- und Konfigurationsmanagement für virtuelle und physikalische Umgebungen Kostenpflichtig
Enterprise Sicherstellung der Service-Level, betrieblichen Effizienz und kontinuierliche Compliance von geschäftskritischen Anwendungen der der Hybrid Cloud-Infrastruktur Kostenpflichtig
Ab vSphere 5.1 wird der vCenter Operations Manager in der Foundation Edition kostenlos dem Kunden zur Verfügung gestellt. Hierdurch soll Ihm die Möglichkeit geschaffen werden im Bereich der Überwachung von Performance und Stabilität einen Mehrwert für sich zu generieren. Um den Unterschied zu den anderen Editionen darzustellen dient der nachfolgende bildliche Vergleich der beiden Oberflächen. (Oben die Foundation Edition und unten die Standard/Advanced und Enterprise Edition)
vCenter Operations Manager Dashboard

vCenter Operations Manager Dashboard

Die Foundation Edition liefert „nur“ die Register Umgebung, Operationen und Warnungen. Erst ab der Standard Edition aufwärts steht auch die Register Dashboard, Planung, Analyse und Berichte zur Verfügung. Welche Unterschiede respektive welchen Mehrwert die ab der Standard Edition verfügbaren Register bieten wird in einem der nächsten Artikel der Reihe dargestellt. Ab der Advanced und Enterprise Edition steht außerdem noch das vollständig frei konfigurierbare Webinterface zur Verfügung. vCenter Operations Manager Custom Dashboard Hiermit ist es möglich individuelle Dashboards zu generieren und auf alle von vCenter Operations Manager gesammelten Metriken zurück zu greifen. Um auf die Unterschiede zwischen der Advanced und Enterprise Edition nochmal einzugehen dient folgende Tabelle.
Editionen im Vergleich Advanced Enterprise
Performance Monitoring N/A Microsoft OS
Performance Monitoring N/A Middleware
Performance Monitoring N/A Applikationen
Performance Monitoring N/A Oracle Datenbanken
Performance Monitoring N/A Storage Adapter EMC etc.
Change/Konfig./Compliance N/A Change auf OS-Level
Change/Konfig./Compliance N/A Patch Management
Change/Konfig./Compliance N/A Konfigurations-Management
Man erkennt schnell das der Mehrwert der Enterprise Edition in den bereits im Funktionsumfang enthaltenen zusätzlichen Adaptern zur Überwachung o.g. Produkte als auch im Bereich des Change, Konfigurations- und Compliance Management liegt. Diese Features betreffen die Proukte vCenter Operations Manager (Performance Monitoring) und Configuration Manager (Change/Konfig./Compliance).

Fazit

Soweit mein heutiger Ausblick zum Mehrwert und Nutzen der vCenter Operations Management Suite. Die Möglichkeiten des vCenter Operations Manager als Teil der Management Suite wurden m.E. anhand der Anwendungsfälle gut verdeutlicht sowie der Mehrwert und Nutzen des vCenter Operations Manager als Teil der Suite aufzeigt. Wie es mit den anderen 4 Produkten aussieht erfahren Sie in einem der nächsten Artikel dieser Reihe. Nächste Woche werde ich mich mit den vCenter Operations Manager Dashboards beschäftigen und Ihnen die Konzepte dahinter verständlich machen. Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter dem Artikel.