vCenter Operations Manager 5.7.1

vCenter Operations Manager 5.7.1 gelauncht

6 Wochen nach dem Realse der Version 5.7 schiebt VMware das Update 5.7.1 nach. Sofort stellt sich die Frage ob es sich hierbei um ein Bugfix handelt oder wie in den Realase Notes angekündigt auch neue Features/Funktionen freigeschaltet werden. Die in den Release Notes genannten Featureliste sind die folgenden:
  • Performance Report Pack
  • Launch in Context
  • vCenter Log Insight Integration
  • Neue Dashboards in der Custom-UI
  • Balanced Metric Profile
  • Security Hardening
Schauen wir die Punkte mal der Reihe nach an.

Performance Report Pack

Die Berichte, welche ab der Version 5.7.1 im vCenter Operations Manager integriert sind (ab der Standard Edition), enthalten neue Statusberichte sowie Erweiterungen um die in der Trendanalyse bereits enthaltenen Informationen. Interessant ist die Erweiterung der Gruppierung von Objekten (Gruppierung von Objekten wurde mit vCenter Operations Manager 5.6 eingeführt) was sich jetzt auch für die Berichte nutzen lässt. Wie die Gruppierung von Objekten genutzt werden kann lesen Sie in einem der nächsten Artikel.

Launch in Context

“Nice..” dachte ich, als das lass und “..endlich hat mal jemand zugehört” 🙂 Das öfnnen der vCOPS WebUI über einen Button und damit Zugriff auf ein definiertes Objekt in einem Browser. Das wird viele Kunden freuen und mehr Integrationsoptionen in bestehende Plattformen ermöglichen. Fraglich ist noch wie die Berechtigungssteuerung hier umgesetzt wurde.

vCenter Log Insight Integration

Integration oder Interaktion mit vCenter Log Insight das im 3. Quartal offizell verfügbar sein wird. Eine neue Datenquelle für vCenter Operations Manager das von vCenter Log Insight Integration per Mail Infos bekommt die einen Link enthalten die uns von vCenter Operations Manager auf den vCenter Log Insihgt zurück führt.

Neue Dashbaords in der CustomUI

Eine ganze Reihe von Dashboards werden in der CustomUI (Advanced und Enterprise Edition) mitgeliefert.
  • Troubleshooting Dashboard
  • VM Utilization Dashboard
  • VM Performance Dashboard
  • Host Utilization Dashboard
  • Cluster Utilization Dashboard
  • Datastore Performance Dashboard
  • Datastore Space Dashboard
  • Heatmaps Dashboard
  • Alerts Dashboard
  • Host Memory Dashboard
Kommen mir die ein oder anderen Dashboardbezeichnungen auch bekannt vor, so werde ich sie in den nächsten Wochen im Detail vorstellen.

Balanced Metric Profile

Das Balanced Metric Profile, das mit der Version 5.7 schon eigeführt wurde um die FLut an Daten und den damit benötigten Terrabytes großen Plattenplatz der Analytics_VM einhalt zu gebieten, wird hier erneut als Feature benannt. Vielfach entstand mit der Einführung des Balanced Profile der Eindruck, das einfach ein Großteil der Daten des vCenter Servers garnicht mehr gesammelt respektive vom vCenter Server abgerufen wurden. Also ein Fix und kein Feature!?

Security Hardening

Wesentlicher Bestandteil und Anpassung ist für viele die Unterstützung des JRE 1.7.

Fazit

Für mich ist das Minor Update auf die Version 5.7.1 mit einem lachenden und weinem weinenden Auge zu betrachten. Der Teil “Know Issues” und “Installation and Upgrade” ließt sich wie die Beilage zu einem Medikament also Augen zu und durch. Die Release Notes können Sie im Detail hier lesen. Nächste Woche werde ich mich mit den vCenter Operations Manager Dashboards beschäftigen und Ihnen die Konzepte dahinter verständlich machen. Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter dem Artikel.

vCenter Operations Management Suite I

vCenter Operations Management Suite

“vCenter Operations Management Suite, ja schonmal gehört. Das ist doch diese Sammlung von Produkten, die kein Mensch braucht”. Solche oder ähnliche Sätze höre ich bei Kunden immer wieder wenn Sie auf die vCenter Operations Management Suite angesprochen werden. In dieser Artikelreihe möchte ich dieser These nachgehen und darstellen welchen Mehrwert und Nutzen sich für den Kunden darstellen lässt. Aus meiner langjährigen Erfahrung als VMware-Administrator in einem großen Unternehmen und heute als Senior Consultant im Bereich Virtualisierung muss ich immer wieder feststellen, das gerade den Anforderungen die Virtuelle Infrastrukturen im Bereich des Betriebsmanagements erfordern nicht Rechnung getragen wird. Herkömmliche Tools und Prozesse für physikalische Umgebungen überschwemmen den Administrator mit Überwachungsdaten, Warnmeldungen und offenen Fragen da die klassischen Ansätze nicht für hochgradig skalierbare und dynamische Infrastrukturen konzipiert sind. An dieser Stelle kommt die vCenter Operations Management Suite zum Einsatz, welche diese Anforderungen für Sie abbilden kann. VMware vCenter Operations Management Suite unterstützt Sie bei der Optimierung der Servicequalität, der betrieblichen Effizienz sowie der kontinuierlichen Sicherstellung der Compliance Vorgaben Ihres Unternehmens.

Die vCenter Operations Management Suite Editionen

Für alle die noch nicht Wissen von welchen Produkten ich spreche nachfolgend ein kleiner Überblick. Die vCenter Operations Management Suite besteht aus den folgenden 5 Produkten. Abhängig von der erworbenen Edition sind diese 5 Produkte entsprechend gebündelt. Basis der Suite bildet immer der vCenter Operations Manager, der in verschiedenen Ausprägungen (Funktionsumfang) in jeder der Editionen enthalten ist. Auf weitere Unterschiede und den Editionsabhängigen Funktionsumfang werde ich an entsprechender Stelle eingehen.
Editionen Foundation Standard Advanced Enterprise
Operations Manager X X X X
Configuration Manager X X
vFabric Hyperic X X
Infrastructure Navigator X X
Chargeback Manager X X
Um den Mehrwert und den Nutzen der Produkte aufzuzeigen sind nachfolgend einige typische Anwendungsfälle (Use Cases) von Kunden aufgeführt die den Nutzen unterstreichen.

vCenter Operations Manager

Viele Kunden nutzen zur Überwachung ihrer virtuellen Infrastruktur Werkzeuge, die noch aus der Ära der physikalischen Server stammen. Diese Tools decken jedoch die Herausforderungen vor denen ein Betriebsteam heute steht nicht ab. Ziel muss es sein, ein vollumfängliches Bild der komplexen virtuellen Umgebung zu erhalten. Nur so ist es möglich schnell und effektiv ein Troubleshooting durchführen. Typische Anforderungen und Anwendungsfälle die ich bei Kunden immer wieder vorfinde sind die folgenden

Im Bereich Monitoring

Ein zentrales Interface für die gesamte Umgebung Unser Betriebs-Team steht vor der Herausforderung eine immer weiter wachsende virtuelle Infrastruktur zu betreuen. Je größer und komplexer die Umgebung wird, desto schwieriger ist es den Überblick zu behalten und auf Ereignisse zu reagieren. Um den Betrieb zu gewährleisten benötigen wir ein Tool, welches uns eine ganzheitliche Sicht auf die Umgebung ermöglicht. Über einen zentralen Einstiegspunkt, soll es möglich sein sich von der obersten Ebene auf die Problemverursachende Komponenten durchzuklicken (wie bei einem Ampelsystem). Vorhandene Abhängigkeiten innerhalb der virtuellen Infrastruktur werden hierbei dargestellt. Selbstlernende Performance Analysefunktionen Die sog. „End User Experience“ einer virtuellen Maschine kann nicht durch Betrachtung einzelner Metriken bewertet werden. Ein selbst lernendes, die Zusammenhänge und Abhängigkeiten berücksichtigende Tool wird benötigt, das sich unserer Umgebung automatisiert anpasst. Hierbei findet neben dem Grundrauschen auch Periodenabhängige Leistungsschwankungen Berücksichtigung. Dynamisch sich anpassende Schwellenwerte Beim klassischen Ansatz einer Überwachung ist die Abweichung einer Metrik vom Schwellenwert als Alarm definiert. Eine virtuelle Umgebung verhält sich jedoch mehr wie ein Organismus. Wird auf eine solche Umgebung der klassische Monitoring Gedanke angewandt, so führt dies zu suboptimalen Ergebnissen. Ein modernes zeitgemäßes Monitoring muss sich interaktiv dem Verhalten des Organismus „Virtuelle Infrastruktur“ anpassen. Korrelation tausender Metriken und Events Eine Komplexe virtuelle Infrastruktur ist nicht mittels einer Unmenge von statischen Metriken zu bewerten. Eine neue Werteskala ist notwendig, um den Gesundheitszustand des Systems virtuelle Infrastruktur beurteilen zu können. Erstellen von Custom Dashboards Virtuelle Infrastrukturen liefern Metriken welche durch geeignete Korrelation den Gesundheitszustand der virtuellen Infrastruktur repräsentieren. Um die Zeit, die eine Fehleranalyse in Anspruch nimmt zu reduzieren, werden individuelle Ansichten (Dashboards) benötigt welche direkt zur kritischen Komponente führen. Typischerweise sind folgende Ansichten (Dashboards) individuell zu erstellen:
  • Cluster Übersicht
  • Host Übersicht
  • VM Übersicht
    • CPU Ready Werte
    • VMs pro Datastore
    • TOP 10 Verbraucher (CPU, RAM; Storage, Netzwerk)
    • vCPU:pCore
  • Storage Übersicht
  • Anwendungs-Übersicht
    • MS Exchange
    • MS Active Directory
    • MS SQL
    • Oracle
    • usw.
Kunden rufen immer wieder an und fordern Unterstützung an weil ihre virtuelle Umgebung zu „Langsam“ ist, die Verfügbarkeit nicht gegeben oder nicht ausreichend Performance zur Verfügung steht. Um Proaktiv dem Kunden mehr Einblick und eine Übersicht über die von ihm betriebene virtuelle Infrastruktur zu ermöglichen können individuell abgestimmte Ansichten (Dashboards) unter Nutzung bestehender Rechtestrukturen erstellt werden.

Im Bereich Troubleshooting

Durchführen von Root Cause Analysen Mittels Root Cause Analyse Funktionen (Ursachenanalyse) die auf den Best Practice Empfehlungen von VMware basieren erleichtern das Auffinden von potenziellen Engpässen lange bevor diese vom Endbenutzer bemerkt werden. Vielfach ist das Betriebssystem durch Incidents Fremdgesteuert und gerät in „Finger Poiting“ Situationen. Proaktives Monitoring unterstützt durch sog. Smart Alerts können Systemfehler und Ausfälle verhindern und führen so zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

Im Bereich Kapazitätsmanagement

Änderung der VM-Dichte Das Produkt muss in der Lage sein eine „Was wäre wenn“-Analyse durchzuführen unter Berücksichtigung der vCPU:Core und vMEM:vCPU Ratio. Praktisch wollen wir in der Lage sein zu verifizieren was passiert wenn wir eine Änderung der Ratio von 4:1 auf 6:1 durchführen würden. Weiterhin soll der Beste Wert dieser Ratio ermittelt werden. Hinzufügen neuer Ressourcen Das Produkt muss in der Lage sein zu ermitteln welche Auswirkung es hat wenn wir weitere Ressourcen (z.B. ein weiteres Storage System, weitere Server) hinzufügen. Kapzitätsreport Das Produkt liefert uns ein Kapazitätsreport d.h. wann welche Ressource wo wie lange noch ausreichend ist und welche Ressource wo nachgerüstet/erweitert werden muss. Hierbei sind von uns vordefinierte Rahmenparameter zu berücksichtigen. Over-/Undersized VMs Das Produkt liefert uns eine Liste der Über-/Unterdimensionierte virtuellen Maschinen und liefert Anpassungs-Vorschläge.

Unterschied der Editionen

Wie bereits aus der Übersicht der vCenter Operations Manager Suite hervorgeht, ist vCenter Operations Manager in jeder Edition enthalten. Unterschied ist jedoch der Funktionsumfang auf den nachfolgend weiter eigegangen werden soll. VMware unterscheidet hier wie folgt.
Editionen Beschreibung Preis
Foundation Überwachung der Performance und Stabilität Kostenfrei
Standard Optimierung der Performance, Stabilität und Kapazitätsnutzung Kostenpflichtig
Advanced Umfassende Performance-, Kapazitäts- und Konfigurationsmanagement für virtuelle und physikalische Umgebungen Kostenpflichtig
Enterprise Sicherstellung der Service-Level, betrieblichen Effizienz und kontinuierliche Compliance von geschäftskritischen Anwendungen der der Hybrid Cloud-Infrastruktur Kostenpflichtig
Ab vSphere 5.1 wird der vCenter Operations Manager in der Foundation Edition kostenlos dem Kunden zur Verfügung gestellt. Hierdurch soll Ihm die Möglichkeit geschaffen werden im Bereich der Überwachung von Performance und Stabilität einen Mehrwert für sich zu generieren. Um den Unterschied zu den anderen Editionen darzustellen dient der nachfolgende bildliche Vergleich der beiden Oberflächen. (Oben die Foundation Edition und unten die Standard/Advanced und Enterprise Edition)
vCenter Operations Manager Dashboard

vCenter Operations Manager Dashboard

Die Foundation Edition liefert „nur“ die Register Umgebung, Operationen und Warnungen. Erst ab der Standard Edition aufwärts steht auch die Register Dashboard, Planung, Analyse und Berichte zur Verfügung. Welche Unterschiede respektive welchen Mehrwert die ab der Standard Edition verfügbaren Register bieten wird in einem der nächsten Artikel der Reihe dargestellt. Ab der Advanced und Enterprise Edition steht außerdem noch das vollständig frei konfigurierbare Webinterface zur Verfügung. vCenter Operations Manager Custom Dashboard Hiermit ist es möglich individuelle Dashboards zu generieren und auf alle von vCenter Operations Manager gesammelten Metriken zurück zu greifen. Um auf die Unterschiede zwischen der Advanced und Enterprise Edition nochmal einzugehen dient folgende Tabelle.
Editionen im Vergleich Advanced Enterprise
Performance Monitoring N/A Microsoft OS
Performance Monitoring N/A Middleware
Performance Monitoring N/A Applikationen
Performance Monitoring N/A Oracle Datenbanken
Performance Monitoring N/A Storage Adapter EMC etc.
Change/Konfig./Compliance N/A Change auf OS-Level
Change/Konfig./Compliance N/A Patch Management
Change/Konfig./Compliance N/A Konfigurations-Management
Man erkennt schnell das der Mehrwert der Enterprise Edition in den bereits im Funktionsumfang enthaltenen zusätzlichen Adaptern zur Überwachung o.g. Produkte als auch im Bereich des Change, Konfigurations- und Compliance Management liegt. Diese Features betreffen die Proukte vCenter Operations Manager (Performance Monitoring) und Configuration Manager (Change/Konfig./Compliance).

Fazit

Soweit mein heutiger Ausblick zum Mehrwert und Nutzen der vCenter Operations Management Suite. Die Möglichkeiten des vCenter Operations Manager als Teil der Management Suite wurden m.E. anhand der Anwendungsfälle gut verdeutlicht sowie der Mehrwert und Nutzen des vCenter Operations Manager als Teil der Suite aufzeigt. Wie es mit den anderen 4 Produkten aussieht erfahren Sie in einem der nächsten Artikel dieser Reihe. Nächste Woche werde ich mich mit den vCenter Operations Manager Dashboards beschäftigen und Ihnen die Konzepte dahinter verständlich machen. Sollten Sie weitere Fragen zu den in diesem Artikel dargestellten Informationen oder Produkten haben, so posten Sie gerne unter dem Artikel.